ALOPECIA AREATA UND IHRE HARTNÄCKIGE
FORMEN SIND HEILBAR
Unser medizinisches Programm für das
Wiederherstellen von Haarwuchs bei Erkrankten an Alopecia areata/totalis/universalis/ophiasis ist das Resultat fundamentaler und klinischer
Forschung, die noch Ende des Jahres 1970 begann. Das daraus sich ergebene Wissen machte den Weg frei für zuverlässiges Behandeln der hartnäckigen Formen von Alopecia areata.
Die ersten Heilungserfolge erfolgten im Jahre 1983. 1988 wurde demgemäss eine private Spezialklinik eröffnet. Seitdem haben tausende von Patienten ihren Haarwuchs
wiederbekommen, sind von ihren schon verhassten Perücken losgekommen und leben ein erfülltes Leben.
Jeder von dieser Krankheit Betroffene
erinnert sich sehr wohl, wie eine kleine haarlose Fläche in wenigen Monaten oder auch in kürzerer Zeit zu völliger Kahlköpfigkeit oder sogar zu völliger Haarlosigkeit am
ganzen Körper führte.
Eine noch einzelne kahle Fläche lässt
sich recht erfolgreich und schnell behandeln, wobei hartnäckigere Formen von Alopecia mehr Geduld und längere Behandlungszeiten erfordern. Hartnäckige Formen von Alopecia
areata sind recht selten. In solchen Fällen würden Ihnen Hautärzte für gewöhnlich raten, daß Sie sich mit diesem Umstand abfinden und mit Tragen von Perücken das beste
daraus tun.
Alopecia areata beginnt in
der Regel als ein kleine kahle Fläche mit bis zu 2,5 cm Durchmesser und zwar irgendwo im
Haupthaarbereich. Ich habe jedoch mehrmals beobachtet, daß sich erste kahle Flächen am Barthaar, Wimpern, Schamhaar, Körper und Gliedmassen bildeten. Meistens wächst die
Fläche bis zu einer bestimmten Grösse. Wenn danach der Durchmesser der Flächen 8-10 cm nicht überschreitet, ist die Vorhersage für die Heilung sehr gut und der Haarwuchs tritt
sehr oft sogar ohne Behandlung wieder ein. Doch wenn der ersten Fläche neue sich vergrössernde Flächen mit bis zu 2/3 Verlustes des Haupthaares folgen, kommt es in 50%
der Fälle zum völligen Haarverlust. Meine Erfahrung sagt, daß je höher die Anzahl neu auftretender kahler Flächen, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit des Übergangs der
Krankheit in die Formen von Alopecia totalis oder Alopecia universalis.
Die Krankheit erscheint meistens im Alter
zwischen 18-35 Jahren. Leider tritt die Krankheit auch bei Kindern ein. Das jüngste Kind mit dieser Krankheit das ich beobachtet habe, war 6 Monate alt. Kinder sind für diese
Krankheit am anfälligsten im Alter von 5 bis 7 und von 12 bis 14 Jahren.
Während meiner Praxis habe ich nur zwei
Fälle von Alopecia areata in einer Familie beobachtet. Der erste Fall betrifft einen Mann mit völligem Haarverlust als Resultat von Alopecia universalis seit dem 18. Lebensjahr.
Sein Sohn bekam Alopecia areata im Alter von 17 Jahren. Der Sohn kam zu mir schon mit der Form Alopecia totalis, die ich erfolgreich heilen konnte. Der Wiedereintritt des
Haarwuchses war erfolgreich. Meine zweite Beobachtung war die einer 40-jährigen Frau. Sie hatte Alopecia totalis seit ihrem 21. Lebensjahr. Ihre Tochter bekam die Krankheit im
Alter von 3 Jahren. Die Krankheit ging über in die Form totalis innerhalb von 3 Monaten. Der Wiedereintritt von Haarwuchs war jedoch nach der Behandlung erfolgreich.
Alopecia areata kann zu erheblichen
Veränderungen im Lebenslauf des Patienten führen. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß die Mehrheit der Öffentlichkeit noch immer nicht über Alopecia
areata und ihre hartnäckige Formen informiert worden ist. Die von dieser Krankheit Erkrankten müssen jedoch mit Mitarbeitern und anderen Personen klarkommen, welche
überhaupt kein Verständnis für deren Zustand haben, meistens wegen mangelnder Kenntnis der Hintergründe der Krankheit. Haarverlust kann so manche Erwartungen im Leben
durchkreuzen und nicht so selten Familien und Karrierepläne meistens junger Leute zerstören. Die Krankheit bedeutet deshalb eine schwere Herausforderung für den Patienten. Alopecia areata sollte jedoch als nur noch eine unter anderen bekannten Krankheiten
akzeptiert werden, wie Diabetes zum Beispiel, auf keinen Fall aber als ein Zustand akzeptiert werden, weswegen sich jemand unwohl fühlen oder sogar schämen sollte.
Alopecia areata sollte als ein
psychosomatischer Zustand mit mehrfachen pathologischen Faktoren eingesehen werden. Gerade deshalb existiert kein allgemein bestehender Zutritt zur Therapie dieser Krankheit.
1986 habe ich die mitotische aktivität
von Keratinozyten und die Verteilung epidermaler Zellen im Laufe eines Zellzyklus mit Hilfe von lasergeführten Zytometrie erforscht. Diese Untersuchungen zeigten, daß die
epidermale Zellteilung in kahlen Hautpartien herabgesetzt im Vergleich mit der Wachstumsrate in den angrenzenden nichtbefallenen Bereichen ist. Deshalb zwingt die
Verlangsamung der epidermalen Zellteilung (Hautzellen) die Haarfollikeln in eine Ruhephase (telogene Phase) einzutreten, was zur Folge Haarverlust in den betroffenen Bereichen hat.
Diese Tatsache ist eines der wichtigsten Verbindungsglieder in der Pathologie von Alopecia areata, welche erst wirkungsvolle Behandlungen ermöglichte, besonders in hartnäckigen
Fällen.
Aufgrund meiner 20-jährigen Erfahrung kann ich sagen, daß eine völlige Wiederherstellung des Haarwuchses erfolgen kann, wenn
die Dauer der Erkrankung nicht 10-12 Jahre überschritten hat. Doch habe ich auch Patienten mit einer Krankheitsdauer bis zu 20 Jahren erfolgreich geheilt.
Das Therapieprogramm besteht aus 5-tägigen aufeinanderfolgenden ambulanten oder hospitalisierten Behandlungen mit 70-120
tägigen Unterbrechungen, in welchen der Patient zu Hause mit einer Selbsbehandlung fortfährt. Das Programm sollte mindestens dreimal wiederholt werden. Die Anzahl der
Behandlungen hängt von der Dauer und der Hartnäckigkeit der Krankheit ab (gewöhnlich ist es nicht notwendig die Behandlungen mehr als 6 mal zu wiederholen - nicht einmal in
den hartnäckigsten Fällen). Die Behandlung sollte zwischen hospitalisierten Perioden nicht unterbrochen werden. Zwischen den einzelnen Behandlungen führt der Patient selbst
die vorgeschriebene Therapie durch und nimmt die vorgeschriebenen Medikamente ein. Es wurden schon Patienten aus verschiedenen Ländern erfolgreich behandelt.
Das erste Haar (möglicherweise noch mit farblosen Enden) erscheint nach der zweiten oder dritten Therapiephase. Nach der vierten
Therapie kann das Haar schon 2,5-4 cm Länge erreichen, obwohl in dieser Phase das Haupt noch nicht völlig und gleichmässig mit Haar bedeckt ist. Die wiederherstellung des
Haarwuchses an Augenbrauen und Wimpern bedarf einer speziellen Prozedur..
Ich vergewissere Ihnen, daß jeder, der
aktiv mit meiner Alopecia areata Behandlung zusammenarbeitete, seinen Weg aus diesem unangenehmen Zustand mit einem haarerfüllten Haupt bestritten hat und ein guter Bekannter
von mir für viele Jahre geblieben ist.
Wlad UNDRITZ, PhD, MD
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